LAZ-Läufer erstmalig bei Senioren-WM

Steffen Müller und René Brune gingen vergangene Woche im südspanischen Málaga bei den Masters-Weltmeisterschaften der Leichtathleten an den Start. Insgesamt 8.187 Athleten aus 102 Ländern in den Altersklassen ab M/W35 hatten ihre Anmeldungen zu den internationalen Titelkämpfen abgegeben.

Mittelstreckenläufer René Brune hatte für die Disziplinen 5000m und 1500m gemeldet. Bei seinem einwöchigen Aufenthalt standen zuerst die 5000m auf dem Programm. Der Startschuss im Stadion Torremolinos fiel erst um 20 Uhr, allerdings waren selbst zu dieser Zeit die Wetterbedingungen nicht sonderlich langstreckenfreundlich. Die Teilnehmer hatten mit Temperaturen um 30°C und einer enorm hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen. Die Titelvergabe in Brunes Altersklasse M35 wurde in zwei Zeitendläufen ausgetragen. Brune stand mit seiner Bestzeit von 16:53,23 im B-Finale an der Startlinie. Dort lief er nach dem Startschuss im vorderen Feld mit. Auf der zweiten Hälfte musste der LAZ-Läufer allerdings abreißen lassen und konnte dem hohen Tempo nicht mehr folgen. Letztendlich überquerte er die Ziellinie als 9. nach mäßigen, aber hart erkämpften, 17:42,46 Minuten. Damit erreichte er bei seinem WM-Debüt im Gesamtklassement den 27. Platz als immerhin bester deutscher Starter.

Nach nur zwei Tagen Erholung folgten die Vorläufe über seine Paradedisziplin, die 1500m. Mit seiner Bestzeit von 04:20,69 Minuten wurde er im Mittelfeld des über 50 Teilnehmer umfassenden Feldes geführt. Brune stand im zweiten von vier Vorläufen, indem er das Ziel als Achter der 13 Starter nach 04:33,38 min. erreichte. Damit konnte er sich leider nicht für das Finale qualifizieren. Im Ziel zeigte er sich ein wenig zerknirscht: „Mit einer Qualifikation für das Finale rechnete ich angesichts der starken Konkurrenz nicht, allerdings hatte ich nach dem so positiven Saisonverlauf auf eine deutlich bessere Zeit gehofft. Leider war heute nicht mehr drin.“

Am letzten Tag der WM griff auch Marathonläufer Steffen Müller ins Wettkampfgeschehen ein. Er ging in der Halbmarathondistanz an den Start. Hier wurden über 900 Teilnehmer aller Altersklassen gleichzeitig auf den 10 km Rundkurs geschickt. Den galt es nach einer ca. 1km langen Einführungsrunde zweimal zu durchlaufen. Zum Abschluss fand der Zieleinlauf im Hauptstadion vor großer Kulisse statt. Beim Startschuss morgens um 9 Uhr zeigte das Thermometer noch angenehme 21°C an. Doch währende des Rennverlaufs kletterten die Temperaturen in Richtung der 30° und es wurde zunehmend schwüler. Müller lief ein konstant gleichmäßiges Rennen und erreichte mit einer Zeit von 01:29:36 das Ziel. Angesichts der äußeren Bedingungen war er mit seiner Leistung nach den 21,1km durchweg zufrieden. Er blieb lediglich 2:30 min über seiner Bestzeit aus dem vergangenen Jahr. Im Gesamtklassement erreichte er damit Platz 51 in der Altersklasse M45. Insgesamt war es auch für ihn ein gelungenes Debüt auf internationalem Parkett und eine sehr gute Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon Ende Oktober.

Steffen Müller und René Brune nach ihrem WM-Debüt