LAZ Iserlohn strukturiert den Trainerstab um

Bild und Text: IKZ – Williy Schweer

Nach dem Wechsel von Wittenburg und Fingerhut nach Hagen engagieren sich drei neue Übungsleiter.

Iserlohn. Anfang Oktober, wenn die Bahnsaison weitgehend beendet ist, beginnt bei den Leichtathleten die Zeit der Weichenstellungen. Und die fallen beim LAZ Iserlohn gravierender aus als in den letzten Jahren, denn es gibt Veränderungen im Trainerteam. Andreas Wittenburg und Matthias Fingerhut haben schon früh in der Saison angekündigt, sich in Richtung TSV Hagen verändern zu wollen, was bei den LAZ-Verantwortlichen zu einerintensiven Sichtung des dünn besetzten „Trainermarktes“ führte.

Ernst Roll bringt langjährige Leichtathletik-Erfahrung mit

Aber sie sind fündig geworden und konnten ihren Aktiven am Montag mit Ernst Roll und Lisanne Faber zwei neue Übungsleiter präsentieren. Der Dritte im Bund wird Martin Lehniger sein, der verletzungsbedingt aber erst später am Hemberg aktiv wird. „Es ist ungemein schwierig, Trainer zu finden. Kaum
jemand hat noch Zeit“, berichtete Geschäftsführer Ralph Hoffmann von der langen Suche, die aber erfolgreich endete.

Wittenburgs Nachfolger in der Gruppe Sprint/Sprung der Altersstufe U16 und älter wird Ernst Roll (64), der nach seiner Pensionierung als Lehrer am Märkischen Gymnasium nun seine Kompetenz beim LAZ einbringen will. Bis in die 1990er Jahre trainierte er die TuS-Leichtathleten und leitete später das Talentförderprojekt am Hemberg. Jetzt startet der B-Lizenzinhaber ein Comeback, möchte aber nicht mit zu hohen Erwartungen konfrontiert werden. „Es geht erst einmal um das Kennenlernen, und dann werden wir sehen, wie die gemeinsame Arbeit funktioniert.“

Roll zur Seite steht demnächst mit Martin Lehninger ein früherer Sprinter, der zwischen 2004 und 2010 für die LG Iserlohn und deren Nachfolgeverein startete. Der 27-jährige Polizeibeamte zog sich vor einigen Wochen im Dienst eine schwere Fußverletzung zu, so dass er dem LAZ aktuell noch nicht zur
Verfügung stehen kann.

Matthias Fingerhuts Nachfolge bei der U12 und U14 wird die 19-jährige Lisanne Faber antreten, die jahrelang selbst für das LAZ aktiv war. Im Verein sammelte sie bereits Übungsleitererfahrung in den Altersstufen U8 und U10. Nach einem Auslandsaufenthalt bereitet sie sich aktuell auf das Studium vor.

„Das ist für uns sicher ein gravierender Einschnitt, aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind“, sagte LAZ-Chef Ansgar Bochynek. Er verweist auf guten Zulauf in den jüngeren Altersstufen (U8/U10), um die sich Svea Bochynek und Neele Kasper kümmern, und er
kann weiterhin auf bewährte Kräfte wie Frauke Borscheid (Hürden und Hindernis) und René Brune (Laufbereich U16 und älter) bauen.

Sorge bereitet dem Verein jedoch der Zustand des Stadions am Südhang. Der ramponierten Stabhochsprunganlage sieht man an, dass sie schon lange nicht mehr nutzbar ist, aber auch beim Weitsprung ist wegen der maroden Absprungbalken keine Wettkampftauglichkeit mehr gewährleistet. Höherwertige Meisterschaften kann man hier nicht mehr durchführen“, bedauert Bochynek und wünscht sich, dass beizeiten wieder in dieses Stadion investiert wird.

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