Thomas Erdmann Westfalenmeister über 100m

Nach langer Zeit ging endlich einmal wieder ein Leichtathletik-Westfalenmeistertitel nach Iserlohn! Thomas Erdmann vom LAZ Iserlohn war derjenige, der im 100m-Sprint in der Gruppe M14 nicht zu schlagen war. 

Zwar hatte er die drittbeste Meldezeit mit 12,35 sek aller 23 U14 Teilnehmer, so dass das LAZ-Trainerduo Martin Lehniger und Ernst Roll von einer realen Endlaufchance ausging und insgeheim auf eine Platzierung unter den ersten drei hoffte. Aber als er dann in seinem Vorlauf mit einer neuen persönlichen Bestleistung in 12,08 sek die schnellste Zeit aller Sprinter erzielte, wurde klar, dass er um den Westfalenmeistertitel mitlaufen konnte.

Im Endlauf führte er nach sehr gutem Start gleich das Feld der 8 Läufer an und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Seine Siegerzeit: 12,14 sek, genau eine Zehntel Sekunde vor dem Zweitplatzierten Bennet Dunke vom LC Schwerte. Die nächsten Läufer erreichten mit einer halben Sekunde Rückstand die Ziellinie.

Bei der Siegerehrung gab es dann neben der Urkunde auch das begehrte „Pferdchen“, einen Aufnäher, den nur ein Westfalenmeister bekommt und der damit in der Leichtathletik-Szene eine ganz besondere Bedeutung hat.

Eine Meisterschaftspremiere gab es für Sina Hampel über 800m. In ihre Altersklasse W15 waren dreizehn Athletinnen gemeldet. Mit der langsamsten Meldezeit galt es für die Athletin von Lauftrainer René Brune, Erfahrungen bei Meisterschaftsrennen zu sammeln und ihre persönliche Bestleistung in einem starken Teilnehmerfeld zu verbessern.

Die Läuferinnen wurden auf zwei Zeitendläufe aufgeteilt, wobei sechs Läuferinnen mit den höheren Meldezeiten zuerst starteten. In diesem Rennen konnte Sina Hampel sich sehr gut behaupten, lief als vierte mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 02:34,87 min über die Ziellinie und verbesserte sich damit um sechs Sekunden.

Im anschließenden Lauf der sieben Favoritinnen kam es zu einem kuriosen Vorfall: Am Ende dieses sehr schnellen Rennens wurde von Seiten des Kampfgerichts festgestellt, dass die digitale Zeitmessung den Dienst quittiert hat und eine Sicherheitshandzeitnahme nicht erfolgt ist. Bei einer anschließenden Beratung der Kampfrichter und betroffenen Athletinnen wurde von Seiten des Schiedsgerichts um eine Wiederholung des Laufes gebeten, dies wurde von den Athletinnen aber enttäuscht abgelehnt. Somit konnte dieser Lauf nicht gewertet werden. Daraufhin wurde das Endergebnis nur aus dem ersten Zeitendlauf erstellt und bedeutete somit für Sina Hampel den vierten Rang im Gesamtklassement.