Stefan Stolle läuft 100 Meilen bei der TorTour de Ruhr
Jill Heiden vertritt das LAZ beim alpinen Seenlauf im Tannheimer Tal
Stefan Stolle hat die Möglichkeit genutzt bei der „Adieu Edition“ der TorTour de Ruhr seinen ersten Ultralauf jenseits der 100 Kilometer zu absolvieren. Nach 20 Jahren und 10 Ausgaben war am Pfingstwochenende das letzte Mal das Ruhrtal von Winterberg bis Duisburg Schauplatz eines der bekanntesten deutschen Ultraläufe. Für die Athletinnen und Athleten standen wieder Distanzen von 100, 161 und 230 km zur Auswahl. Stefan war vor zwei Jahren den Bambinilauf gelaufen, wie die 100 km Distanz bei diesem Laufevent witzigerweise bezeichnet wird. Für die 161 km musste Stefan bei Temperaturen von fast 30 °C sehr leiden. Problematisch war auch, dass die Nachttemperaturen noch hoch waren und nicht für die erhoffte und benötigte Abkühlung sorgten.
Zur Vorbereitung stand auch der erste Straßenmarathon im Trainingsplan
Als Vorbereitung für die 161 Kilometer war Stefan bei einigen Langdistanzläufen am Start und absolvierte sehr erfolgreich seinen ersten Straßenmarathon Ende April in Düsseldorf. Hier blieb er mit 3:27:32 Stunden direkt im ersten Versuch unter der 3:30 Stunden-Marke. Ein Marathon ist im Gegensatz zu den Ultradistanzen aber eine recht kurzweilige Angelegenheit. Stefan hatte sich als Zielvorgabe 22 Stunden gesetzt, musste dann aber feststellen, dass jenseits der 100 Kilometer die Laufuhren anders ticken. Am Ende war es reiner Wille und die gute Unterstützung seiner Crew, die aus LAZ-Vereinsmitgliedern bestand, die einige Abschnitte mit ihm gelaufen waren. Vom LAZ waren das Inga Leininger, Khadija Raoudi und Thomas Trzeciak mit seinem Sohn Matheo. Am Ende war Stefan 26 Stunden, 52 Minuten und 23 Sekunden unterwegs. Damit blieb er knapp unter dem Zielzeitlimit von 27 Stunden. Er belegte Platz 45 bei den Herren, im Ziel kamen 49 Läufer an. Wie fordernd der Lauf war und wie hoch diese Leistung einzuschätzen ist, wird klar, wenn man bedenkt, dass 17 Läufer vorzeitig aufgeben mussten. Stefan war am Ende sehr glücklich ins Ziel gekommen zu sein und er ist jetzt um eine Erfahrung reicher, die er nur mit den wenigsten Läuferinnen und Läufern teilen kann.
Stefan sind die Strapazen des Laufes deutlich anzusehen
Jill Heiden bei Tannheimer Seenlauf in Österreich vertreten
Beim Traillauf im Tannheimer Tal, der 25 km durch eine alpine Traumlandschaft, mitten in einer der schönsten Gebirgsregionen der Alpen führt, war mit Jill Heiden Ende Mai auch eine Läuferin des LAZ Iserlohn vertreten. Los ging es in Nesselwängle. Die offizielle Strecke wird mit 25,3 km und ca. 1.560 Höhenmeter angegeben. Am Ende standen bei Jill knappe 27 km mit 1.600 Höhenmetern auf der Uhr. Gleich zu Beginn wartete nach rund zwei Kilometern der erste große Anstieg mit 600 Höhenmetern auf knapp zwei Kilometern Laufstrecke – steil und extrem fordernd. Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht, gingen die Läuferinnen und Läufer in einer Reihe hintereinander die Serpentinen hinauf. Oben angekommen, wurden sie am Gimpelhaus mit der ersten Verpflegungsstation empfangen. Weiter ging die Route über die Lechaschauer Alm und die Schneetalm, bevor es in den ersten langen Downhill zurück Richtung Nesselwängle, am malerischen Haldensee entlang ging. Anschließend wartete der nächste Aufstieg zur Gräner Ödenalpe und danach wieder berab entlang der Nesselwängler Edenalpe und der Krinnenalpe. Erfreulich für Jill war insbesondere, dass sie nach langer Zeit keine Knieschmerzen beim Downhilllaufen im Wettkampf hatte. Mit gut eingeteilten Kräften war es ihr möglich auf den letzten drei Kilometern noch einige Läuferinnen und Läufer zu überholen, um nach 5 Stunden, 9 Minuten und 47 Sekunden als 108 von 131 Läuferinnen in der Frauenwertung und 42. in der Altersklasse Ü30 bis U40 das Ziel zu erreichen. Die Platzierung war dabei nicht entscheidend, viel mehr die Glücksgefühle, bei diesem anspruchsvollen und landschaftlich traumhaften Lauf ins Ziel gekommen zu sein.
Jill Estelle Heiden mit Medaille vor Alpenpanorama